Die Schweiz recycelt viel — und verbrennt trotzdem immer mehr Abfall
Ein spannender Punkt aus dem Deloitte Whitepaper zu Urban Mining:
Die Schweiz produziert jährlich rund 670 kg Siedlungsabfall pro Kopf — und gehört damit zu den grössten Abfallproduzenten Europas. Trotz guter Recyclingstrukturen landet weiterhin enorm viel Material in KVA-Anlagen. Dabei entsteht Schlacke. Durch das Verbrennen reduziert sich das Abfallvolumen zwar um rund 90%. Es bleiben ca. 10 % als Schlacke zurück und darin stecken weiterhin wertvolle Metalle.
Genau dort setzt Urban Mining an. Unternehmen wie die DHZ AG zeigen, wie Metalle aus KVA-Schlacke zurückgewonnen und wieder an Schmelzwerke sowie die Industrie zurückgeführt werden können.
Das bringt gleich mehrere Vorteile:
- weniger Primärbergbau
- geringere Umweltbelastung
- weniger Schadstoffe auf Deponien
- höhere Versorgungssicherheit
- lokale Wertschöpfung
Besonders relevant wird das mit Blick auf die Elektrifizierung, die Digitalisierung und erneuerbare Energien. Denn der globale Bedarf an strategischen Metallen wird weiter massiv steigen.
Die grosse Frage ist deshalb nicht mehr:
«Ob wir recyceln sollen.»
Sondern: «Wie konsequent wir Rohstoffe im Kreislauf halten können.»
Zum vollständigen Deloitte Whitepaper: